Gehalt

Die goldenen Regeln zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Tipps zur erfolgreichen Gehaltsverhandlung

Sich auf eine Gehaltsverhandlung vorzubereiten und sie zu führen sind zweierlei Dinge. Wie Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten einstimmen und es in jedem Falle gut beenden, erfahren Sie hier:

 

Hilfreiches Gedankenspiel

Dem Vorgesetzten mit einer Bitte gegenüberzutreten ist selten angenehm. Falsche Ängste müssen Sie deswegen aber nicht haben. Erstens haben Sie sich vorbereitet, zweitens ist eine Frage keine Klage und drittens gewinnt nur, wer etwas wagt. Nicht zuletzt sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie nicht um Almosen betteln - sondern angemessene Entlohnung für gute Arbeit fordern.

 

Ein weiteres Mittel der Selbstsuggestion kann sein, Ihrer beider Rollen zu tauschen. Rein gedanklich, versteht sich. Stellen Sie sich vor, welche Fragen oder Argumente Ihr Chef vorbringen könnte und legen Sie sich gute Antworten zurecht. Ob Sie sie vorbringen müssen, steht noch nicht fest - verleiht Ihnen aber innere Stabilität.

 

Sicheres Auftreten

Leichter gesagt als getan. Doch nonverbal sagen Sie mehr als Ihnen bewusst ist. Hängende Schultern, ein gesenkter Kopf oder destruktive Formulierungen sind im Berufsleben fehl am Platze - und bei der Gehaltsverhandlung erst recht. Also straffen Sie sich sowohl innerlich als auch äußerlich und demonstrieren Sie Ihrem Gegenüber, wie sicher Sie sich fühlen.

 

Klar formuliert, direkt gefragt

Ihr Vorgesetzter ist weder dafür verantwortlich, dass die Heiz- und Energiekosten steigen noch, dass sich in Ihrer Familie Zuwachs angekündigt hat. Verzichten Sie also darauf, ihn mit gestiegenen Lebenshaltungskosten oder bald fälligen Extraposten zu konfrontieren. Das ist weder kompetent noch sachlich - und zielführend schon gar nicht.

 

Wenn Sie möchten, dass Ihr Wunsch nach einer Gehaltserhöhung verstanden und sogar erfüllt wird, brauchen Sie bessere Argumente. Erläutern Sie Ihrem Chef, welche Ergebnisse Ihre guten Leistungen gebracht haben und konzentrieren Sie sich dabei auf die vorher zusammengetragenen Fakten.

 

Treten Sie jedoch nicht wie ein Angeber oder Besserwisser auf - sondern bleiben Sie sachlich. Ihre gesammelten Beispiele sind Belege, keine Waffen. Nutzen Sie sie, um Ihre Aussagen zu untermauern und Ihren Vorgesetzten ganz direkt zu fragen, wieviel mehr Geld ihm Ihre gute Arbeit wert ist.

 

Gleichbleibend diskret

Im besten Falle nimmt das Gespräch den von Ihnen gewünschten Ausgang. Das berechtigt Sie jedoch nicht, Ihre Gehaltserhöhung lauthals zu kommunizieren. Lohn- / Gehaltszahlungen sind und bleiben Vertrauenssache - und sollten entsprechend behandelt werden. Das zukünftige Plus mit einem Umtrunk zu feiern ist daher ein reines Privatvergnügen, das bis zum Feierabend warten muss.

 

Nicht nur Bares ist Wahres

Bei einer (zunächst) gescheiterten Gehaltsverhandlung gilt es, die Gründe dafür herauszufinden. Hören Sie sich die Argumente Ihres Vorgesetzten genau an - und haken Sie an geeigneter Stelle nach. Oft lassen sich Alternativen finden, durch die Sie zumindest indirekt mehr verdienen.

 

So bilden die Privatnutzung des Dienstwagens oder die Übernahme von Fortbildungs- bzw. Betreuungskosten buchstäblich [geldwerte Vorteile] [www.wiwo.de]. Mitunter erklären sich Arbeitgeber auch bereit, die Mitgliedschaft in einem Verein oder Club zu finanzieren.

 

Lenken Sie den Fokus bei diesen Alternativ-Verhandlungen immer auf die Interessen des Chefs bzw. des Unternehmens. Wichtige Argumente könnten zum Beispiel sein, dass die Firma von zusätzlich erworbenem Wissen oder gesicherter Kinderbetreuung profitiert, keine weiteren Lohn-Nebenkosten anfallen usw.

 

Fazit:

Auch ein scheinbar schlecht laufendes Gespräch kann sich zu Ihrem Vorteil entwickeln - sofern Sie es nicht vorzeitig abbrechen. Hören Sie genau hin und achten Sie auch auf das, was "zwischen den Zeilen" steht bzw. gesprochen wird.