Gehalt

Wann ist eine Gehaltserhöhung angebracht und wie sprechen Sie dies geschickt an

Die fällige Gehaltserhöhung erkennen und vorbereiten

Angemessene Lohn- / Gehaltszahlungen durchzusetzen oder gar eine Erhöhung zu fordern, gehört zu den unbeliebtesten Themen im Berufsleben. Viele Arbeitnehmer scheuen sich diese Punkte anzusprechen, weil sie nicht wissen, wie ein solches Gespräch ablaufen soll. Doch erfolgreiche Gehaltsverhandlungen sind gar nicht so schwer - sofern sie gut vorbereitet werden. Unser Beitrag informiert Sie über die wichtigsten Aspekte auf dem Weg zu mehr Geld.

 

Vergleichen lohnt sich

Ganz gleich, ob Sie das Thema im Rahmen des Einstellungsgespräches aufgreifen oder ob Sie bereits einige Zeit in Ihrem Job tätig sind: Über Gehalt kann nur reden, wer sich damit auskennt. Schließlich verfassen Sie auch keine Filmkritik ohne den betreffenden Streifen gesehen zu haben. Also informieren Sie sich! Anhaltspunkte liefern Ihnen Statistiken und Übersichtsseiten wie [www.focus.de]. Hier erfahren Sie , wie hoch Ihre derzeitige Tätigkeit entlohnt wird und welche Unterschiede es zwischen einzelnen Regionen innerhalb des Landes gibt.

 

Doch selbst wenn sich Ihr monatlich empfangenes Geld mit den Angaben in der Tabelle deckt, kann es Gründe geben eine Gehaltserhöhung zu fordern - zum Beispiel, weil Sie sich besonders intensiv in das Betriebsgeschehen einbringen, den Umsatz des Unternehmens aktiv fördern oder kürzlich eine Führungsposition übernommen haben. Je nachdem, welchen Anlass Sie sehen, müssen Ihre Vorbereitungen auf das Gespräch gestaltet sein.

 

Lange geplant ist halb gewonnen

Ein großer Teil dient dazu, Vorgesetzte von Ihren beruflichen Qualitäten und der damit verbundenen Bedeutung für das Unternehmen zu überzeugen. Finden Sie heraus, welche Probleme im betrieblichen Gefüge bestehen und was ausgerechnet SIE zu ihrer Minimierung beitragen können. Zeigen Sie vor allem in kritischen Phasen Einsatzbereitschaft und beweisen Sie sowohl Mitarbeitern als auch Vorgesetzten, wie zuverlässig und lösungsorientiert Sie arbeiten.

 

Sammelleidenschaft mal anders

Ihre diesbezüglichen Bemühungen sollten Sie dokumentieren können: Schreiben Sie auf, an welchen Projekten Sie bereits mitgewirkt und welche konkreten Aufgaben Sie dabei übernommen haben. Versuchen Sie außerdem zu recherchieren, inwiefern das Unternehmen von Ihrem Einsatz profitiert hat und machen Sie sich auch dazu Notizen. Falls nötig, suchen Sie sich einen Fürsprecher, der Ihre Tätigkeiten und deren Qualität bestätigen kann.

 

Versteckten Hinweisen auf der Spur

Es ist immer gut, ein Ass im Ärmel zu haben oder eine Alternative aufzeigen zu können. Beschäftigen Sie sich daher intensiv mit dem Kleingedruckten im Arbeits- oder Tarifvertrag. Oft verbergen sich hier wertvolle Hinweise auf das Intervall, den Mindestbetrag oder Altersstufen für eine Gehaltserhöhung.

 

Gut zu wissen: Auch wenn Sie selbst kein Gewerkschaftsmitglied sind und / oder Ihr Arbeitgeber keinem Verband angehört, können Sie von Tarifvereinbarungen profitieren. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Ihr Betrieb das Prinzip "gleiches Recht für alle" vertritt und / oder der Tarifvertrag eine sogenannte Allgemeinverbindlichkeitserklärung beinhaltet.

 

Gespür für das richtige Timing

Gehaltsverhandlungen werden weder spontan noch auf dem Flur oder am Rande eines Betriebsfestes geführt, sondern in einem eigens dafür angesetzten Gespräch. Doch bevor Sie um einen Termin dafür bitten, sollten Sie ein wenig genauer hingesehen oder -gehört haben:

 

Bei stagnierender oder gar rückläufiger Auftragslage, während einer allgemeinen Bankenkrise bzw. kurz nach Aufkündigung einer wichtigen Zusammenarbeit ist der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung ungünstig. Auch die persönlichen Belange Ihres zukünftigen Verhandlungspartners spielen eine Rolle: Muss Ihr Chef gerade familiäre oder innerbetriebliche Probleme bewältigen, widmet er Ihrem Anliegen wahrscheinlich wenig Aufmerksamkeit.

 

Konnten Sie ihm jedoch gerade erst beweisen, wie zuverlässig und leistungsfähig Sie sind, ist der Zeitpunkt um einen Gesprächs-Termin zu bitten optimal. Über den bevorstehenden Inhalt dürfen Sie Ihren Vorgesetzten dabei gern informieren; die sorgfältig zurechtgelegten Argumente aber sollten Sie vorerst zurückhalten.

 

Fazit:

Ein selbstkritischer Blick auf die eigene Leistung, gründliche Vorbereitung und ein wenig Einfühlungsvermögen helfen bei einer Gehaltsverhandlung weiter. Gehen Sie derart gewappnet in das anstehende Gespräch, können Sie sich ein gutes Stück sicherer fühlen.