Vorstellungsgespräch

Äußerlichkeiten im Bewerbungsgespräch - Outfit & Körpersprache

Outfit & Körpersprache: Daran sollte kein Bewerbungsgespräch scheitern

Für ein Bewerbungsgespräch ist selbstverständlich eine umfangreiche Vorbereitung erforderlich, um am Termin die richtigen Worte zu finden. Mit einer Zahl sollten Sie sich jedoch ganz besonders beschäftigen: Sieben Sekunden! Psychologen bestätigen nämlich, dass dies die maximale Zeit ist, in der Menschen ein Urteil über andere fällen. Das gilt auch für das Vorstellungs­gespräch. Studien wie die First Impressions Study der US-amerikanischen Princeton University legen nahe, dass spontane Einstellungsentscheidungen kaum von denjenigen abweichen, die nach einem halbstündigen Vorstellungs­gespräch getroffen werden. Sie haben also nicht mehr als sieben Sekunden Zeit, einen guten Eindruck, Sympathie und Vertrauen zu erwecken.

 

Der erste Eindruck zählt!

In diesen sieben Sekunden nimmt ein Personaler im Wesentlichen Ihr Outfit und Ihre Körpersprache wahr. Wer hier nachlässig ist, kann trotz bester Qualifikation und Eignung alle Chancen auf die begehrte Stelle verlieren.

 

Position und Unternehmenskultur entscheiden über den Dresscode

Das passende Outfit lässt sich dabei sehr zielsicher auswählen. Grundbedingung ist natürlich, dass Sie frisch gewaschene sowie gebügelte Kleidung in hervorragendem Zustand tragen. Der Dresscode ist allerdings abhängig von der Stelle sowie dem im Unternehmen gepflegten Stil von konservativ bis unkonventionell. Hier wird Ihre Recherche im konkreten Fall ergeben, ob Geschäftskleidung angemessen ist oder ein gepflegtes Smart Causal Outfit. In jedem Falle jedoch sollten Sie Materialien vermeiden, die leicht knittern oder gar schweißfördernd sind. Bei der Zusammenstellung des Outfits geht es darum, dass die Kleidung einerseits zu Ihnen passt und Sie sich andererseits in ihr wohl fühlen. Nur so wirken Sie authentisch und können einen positiven, selbstsicheren Eindruck vermitteln. Es kann hier durchaus angebracht sein, eine professionelle Typberatung aufzusuchen. Das sollte nach Möglichkeit schon einige Wochen vor dem Termin passieren, damit Sie die Zeit haben, sich an das auf Sie zugeschnittene Outfit zu gewöhnen.

 

Haltung, Mimik und Gestik bewusst einsetzen und dabei natürlich wirken

Auch mit Ihrer Körpersprache sollten Sie sich im Vorfeld beschäftigen. Aber Vorsicht! Sie darf keinesfalls gekünstelt wirken, sondern muss einen natürlichen Eindruck von Ihnen wiedergeben. Dennoch: einiges kann durchaus trainiert werden. Das fängt mit dem Händedruck an. Er darf nicht zu schlaff aber auch nicht zu fest sein. Auch sollte er nicht zu flüchtig stattfinden oder zu lange andauern und nur dann erfolgen, wenn er vom Interviewer angeboten wird. Das Bewerbungs­gespräch wird in der Regel im Sitzen stattfinden. Wenn Sie Platz nehmen achten Sie auf eine gerade Haltung und darauf, die gesamte Sitzfläche zu nutzen. Ihre Hände legen Sie ohne Anspannung möglicherweise übereinandergelegt auf den Tisch. Verschränkte Arme signalisieren eine Abwehrhaltung und das Hantieren beispielsweise mit einem Kugelschreiber erweckt den Eindruck von Unsicherheit. In diesen ersten Sekunden sollten Sie einen positiven Eindruck von sich vermittelt haben, den Sie selbstverständlich auch im Folgenden aufrecht erhalten. Dazu halten Sie während des gesamten Gespräches einen ruhigen, entspann­ten Blickkontakt ohne den Interviewer zu fixieren oder Teilnahmslosigkeit auszudrücken. Ihr Gesichtsausdruck sollte dabei freundlich und interessiert sein sowie häufig und an passenden Stellen von einem Lächeln begleitet werden. Wenn Sie auf Fragen antworten oder etwas darstellen, können sie ohne weiteres Gesten einsetzen, um Gesagtes zu betonen und lebendiger zu wirken. Allerdings sollten Sie es dabei nicht übertreiben.

 

Fazit:

Vom ersten Eindruck bis zur Aufrechterhaltung einer freundlichen Gesprächsatmosphäre können Sie sich durch Outfit und Körpersprache viele Pluspunkte sichern.